Presse 2003 / 2004
Schwungscheibe hielt als Hantel her



Urgestein Adi Stumpf ist Gründer der Schwerathletikabteilung der SG

Mit professionellen Hanteln wird schon seit langem bei den Gewichthebern der Sportgemeinschaft Randersacker trainiert. Adi Stumpf, Gründungs-mitglied und seit 1989 Ehrenmitglied, war schon dabei, als die Hanteln noch aus Schwungscheiben von Automotoren gemacht wurden.

FOTO LORENZ-ECK



Randersacker Er ist nicht wegzudenken aus den Reihen der Gewichtheber in Randersacker. Auch wenn er seit einiger Zeit kürzer tritt und die "Geschäfte" mittlerweile den Jüngeren überlässt



Adi Stumpf ist und bleibt der gute Geist der Abteilung, die er am 1. März 1969 gründete. Zu der Zeit war das Randersackerer Urgestein, wie er sich selbst bezeichnet, bereits 15 Jahre Mitglied des TuS Randersacker (später SG Randersacker).

Angefangen hat alles damit, dass der damalige ETSV Würzburg Kraftsportnachwuchs suchte. Während dieser Veranstaltung fiel unter anderen der 17jährige Hans-Otto Wöhrle aus Randersacker auf. Auch Adi Stumpf versuchte sich damals 33 jährig an der Hantel und schaffte auf Anhieb 90 Kilo.

Diese ersten Erfolgserlebnisse waren Motivation genug zur Gründung einer eigenen Schwerathletikabteilung. In dieser Zeit begann sein Engagement für den Kraftsport in Randersacker. Als Abteilungs- und Spartenleiter war er bis 1979 verantwortlich.

Auch wenn die Hanteln anfangs noch aus Schwungscheiben von Automotoren selbst gebaut wurden stellten sich bald sportliche Erfolge ein, an denen Adi Stumpf bis 1982 auch als aktiver Heber beteiligt war. Heute gilt Randersacker als Hochburg im Kraftdreikampf und eben dieser Adi Stumpf hat großen Anteil an der Entwicklung. Wir helfen alle zusammen", nennt er einen Grundsatz in der Abteilung.

Und dieses Gefühl hat man auch, wenn man die Sportler in ihren Trainingsräumen besucht. Mit Handschlag wird hier jeder begrüßt und auch so manch privates Wort wird gewechselt. Alle Veranstaltungen, sportliche wie auch die geselligen, werden gemeinsam organisiert. Jeder packt mit an.

Das hat Stumpf schon bei der Gründung der Abteilung eingefordert und das gilt auch heute noch. Sein Wunsch für die Zukunft: Die Abteilung soll weiter so zusammenhalten und funktionieren, wie in den vergangenen 35 Jahren."

Sein Engagement und seine großen Verdienste blieben auch außerhalb der Sportgemeinschaft Randersacker, die ihn in diesem Jahr zum Ehrenmitglied machte, nicht verborgen. Neben der Ehrennadel der SG erhielt er auch die des Bayerischen Landessportverbandes. Die Gemeinde ehrte ihn mit der Bürgermedaille.

Autor: Von unserer Mitarbeiterin Jana LorenzEck

Quelle: Main Post 19.10.2004


Starke Männer am Sonnenstuhl

Randersacker Im Spätsommer des Jahres 1995 zog die Abteilung Gewichtheben in ihr neues Domizil in der Sportanlage am Sonnenstuhl. Mit der Aufgabe der alten Sportstätte an der Schützenwiese steckte man sich in der neuen Vereinsführung unter der Leitung von Janos Geerhardt hohe Ziele. Nun reichte es gar für die Ausrichtung der deutschen Meisterschaft

Man wollte in die neuen Räumlichkeiten investieren, neue und vor allem junge Mitglieder für diesen Sport gewinnen und überregionale Veranstaltungen ausrichten. Nach mehreren unterfränkischen, fränkischen und bayerischen Meisterschaften, neben denen man jedoch die jährlichen Bundesligawettkämpfe und den Frankencup nicht vergessen sollte, hat sich die Abteilung weit über ihre Grenzen hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Randersacker ist mittlerweile ein Muss im Wettkampfbetrieb der Kraftsportler.

Dass sich diese Mühen und das Engagement der Mitglieder gelohnt haben, zeigte der Zuschlag zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf. Und dabei ließ man Mitbewerber wie Berlin hinter sich. Vor Jahren hatte der damalige 2. Abteilungsleiter Christian Henneberger schon von einer solchen Veranstaltung in Randersacker geträumt und dieses Jahr war es dann endlich soweit.

Eine regelrechte Rekordflut an Meldungen (110) - der Schnitt liegt bei 60 bis 70 Athleten - aus ganz Deutschland war zu dieser Meisterschaft in der Winzergemeinde eingegangen. Mit der aufopferungsvollen Unterstützung aller Mitglieder konnte die Veranstaltung bewältigt werden.

Auch sportlich gesehen war der Erfolg groß. An den beiden Wettkampftagen wurden zwei Weltrekorde gebrochen und etliche deutsche Rekorde aufgestellt. Auf Randersackerer Seite konnte sich Christian Henneberger in der Gewichtsklasse bis 75,0 kg die Bronzemedaille erkämpfen. In der gleichen Klasse belegte Marco Dömling, nach dem besten Wettkampf seiner Laufbahn - er schaffte es erstmals die Schallmauer von 400 Relativpunkten zu durchbrechen - den 6. Platz.

Nachwuchshoffnung Marcel Bernhardt aus der Nachbargemeinde Theilheim absolvierte einen super Wettkampf mit persönlicher Bestleistung und belegte, ebenfalls in der 75,0 kg Klasse, den 7. Platz. Nach ihren Erfolgsrezepten befragt, schwärmten beide Sportler vom tollen Zusammenhalt und der Kameradschaft im Randersackerer Verein. "Ich kann mir nicht vorstellen, in einem anderen Verein zu trainieren", sprach Marco Dömling wohl den meisten Mitgliedern aus dem Herzen.

Freuen würde man sich in Randersacker über einen erneuten Zuschlag für eine große Meisterschaft. Die Reifeprüfung ist wohl bestanden und man kann sich der so wichtigen Unterstützung der Mitglieder, der Gemeinde und der Sponsoren sicher sein. Der nächste Termin für die Kraftsportler ist der Frankencup im Kreuzheben, der im Rahmen der Randersackerer Kirchweih vom 4. bis 6. September stattfindet.

Autor: Von unserer Mitarbeiterin Jana Lorenz-Eck

Quelle: Main Post 12.08.2004


Immer etwas Besonderes
Das Kreuzheben um den Franken-Cup in Randersacker

Randersacker Wir befinden uns im Jahre 2003 n. Chr. Ganz Deutschland ist am Samstag- Abend vom Fußball-Fieber ergriffen . . . Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Kraftsport- Fans bevölkertes Dorf im Frankenland leistet dem König des runden Leders erfolgreich Widerstand.

Zur Kirchweih in Randersacker gehört nun schon seit 13 Jahren und damit fast untrennbar das Turnier um den Frankencup im Kreuzheben. "Ohne den

würde hier keiner mehr mitbekommen, dass Kirchweih ist", scherzt SG-Abteilungsleiter und Organisator Janos Geerhardt. Bei Pils vom Fass und

Sülze mit Bratkartoffeln saßen diesmal 500 Zuschauer (Rekord!) auf den Bierbänken an der Schützenwiese vor der Bühne, auf der Athleten aus ganz

Deutschland Gewichte bis zu 320 kg vom Boden hoben. Diese Höchstleistung des Abends war das Werk von Mathias Melcher (STC Landshut), der damit auch Franken-Cup-Sieger wurde. Hans Behnke aus Lübeck weilte zum zweiten Mal in Randersacker und war vom Flair der einzigartigen

Kraftsport-Open-Air-Veranstaltung begeistert: "So eine Stimmung gibt es bei uns im Norden nicht einmal annähernd.

Da sind wir meistens unter uns." Wer dies als Kraftsportler versäume, sei selbst schuld. Behnke hob 200 kg, und das bedeutete Landesrekord für Mecklenburg-Vorpommern. "Dank der lautstarken Unterstützung der Randersackerer habe ich das gepackt!" Auch Ernst Güntert vom ASC Nürnberg-Süd wollte den Franken- Cup um keinen Preis verpassen. Der 55-Jährige kam erst am Samstagmittag aus dem Urlaub zurück und war die ganze Nacht durchgefahren. Trotzdem - ohne Pause ging es gleich weiter nach Randersacker. "Es macht einfach Spaß, hier dabei zu sein. Es ist immer wieder etwas Besonderes." Der zweifache deutsche Meister weiß, wovon er spricht, schließlich hat er bisher noch nicht ein einziges Franken-Cup-Turnier verpasst. Die unterfränkischen Kraftsport- Fans konnten auch mit der Leistung der Lokalmatadoren sehr zufrieden sein. Die SG Randersacker verteidigte den Mannschaftstitel erfolgreich und durfte den überdimensionalen und fast 30 kg schweren Wanderpokal behalten. "Der ist kaum zu transportieren, und deswegen bleibt er am besten bei uns", meinte Geerhardt, der trotz Organisations-Stress seine Klasse bis 75 kg dominierte. Auch die Randersackerer Nachwuchshoffnungen Andreas Strunz und Marcel Bernhardt sowie die Routiniers Udo Bauer und Jürgen Pleinert konnten positiv überraschen. Und das, obwohl die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison noch gar nicht begonnen hat.

Geerhardt ist sich sicher, auch in dieser Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen zu können. Mit heimischen Sportlern und ohne große Einkäufe, wie er betont. "Damit sich unsere Fans mit der Mannschaft identifizieren können." Die Kraftsport-Begeisterung der Randersackerer ist ungebrochen, und wer am Samstag das stimmungsvolle Kreuzheben dem Gekicke unserer National-Fußballer vorzog, der hat ganz bestimmt nicht die falsche Wahl getroffen.

Autor: Von unserem Mitarbeiter Henning Rosenbusch

Quelle: Main Post 25.03.03


Starke Männer und heiße Öfen
Rundum gelungener Auftritt der Randersackerer Kraftdreikämpfer

KRAFTDREIKAMPF Bundesliga Süd Männer

Starke Männer, heiße Öfen, fetzige Rhythmen - fast hatte man den Eindruck, die Sportanlage Sonnenstuhl hätte sich am Samstagabend in eine Discothek verwandelt, Lichtblitze und Nebelmaschine inbegriffen. Einziger Unterschied: Während in einem herkömmlichen Zappel- Schuppen Männlein und Weiblein das Tanzbein schwingen, stemmten auf dieser Bühne die Bundesliga-Kraftdreikämpfer ihre Hanteln. "Wir wollten eine gute Show bieten, und ich glaube, das ist uns gelungen", sagte Janos Geerhardt, Vorsitzender der SG Randersacker, angesichts von beinahe 600 rundum begeisterten Zuschauern. Kein Wunder: Schließlich gab es neben der Show bei der SG Randersacker an diesem Abend auch sieben persönliche Bestmarken sowie die Verbesserung des unterfränkischen Mannschafts-Rekords zu bejubeln - und natürlich den Sieg im direkten Vergleich mit dem ASC Nürnberg/ Süd.

In der Abschluss-Tabelle kletterten die starken Männer aus Randersacker damit auf Rang sechs. Dabei hatten die Randersackerer im Vorfeld befürchten müssen, dass die Gäste aus Landshut und Nürnberg in der Endabrechnung vor ihnen landen würden. Doch zum einen war Nürnberg ohne seinen verletzten Weltmeister Juri Kondratschev angetreten, zum anderen zeigte die Heimmannschaft einen wirklich gelungenen Wettkampf. Angefangen bei Neuzugang Terry Butler, der alleine vier persönliche Bestmarken aufstellte. Ebenso wie Udo Bauer, der insgesamt den besten Kraftdreikampf seiner Karriere aufs Parkett legte.

Für das beste Ergebnis nach Relativ-Punkten aus Randersackerer Sicht sorgte freilich erwartungsgemäß Lokalmatador Christian Henneberger. Nur Siegmund Schiebe, die Leihgabe des SV 05, ging mit angezogener Handbremse an den Start, weil er in zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften starten wird. "Dennoch war er eine große Bereicherung für die Mannschaft", so Geerhardt. Eine Bereicherung für das Team ist auch Marco Dömling. Er lieferte an diesem Wettkampftag zwar das Streichergebnis bei der SG, konnte aber eine persönliche Bestleistung im Bankdrücken erzielen. Nur Janos Geerhardt verzichtete dieses Mal auf die Rekordjagd. Schließlich musste ja einer für den reibungslosen Ablauf des der Wettkampfs sorgen

Einzelergebnisse der SG Randersacker:

Henneberger: Kniebeuge: 247,5 kg/Bankdrücken: 135 kg/Kreuz heben: 257,5 kg/Gesamt: 640 kg/ Relativ: 459,45 Punkte
Butler: 245 kg/165 kg/240 kg/Gesamt: 650 kg/ Relativ: 440,31
Bauer: 230 kg/125 kg/270 kg/Gesamt: 625 kg/Relativ: 438,93
Schiebe: 270 kg/160 kg/290 kg/Gesamt: 290 kg/Relativ: 436,96
Dömling: 195 kg/120 kg/215 kg/Gesamt: 530 kg/Relativ: 373,54

Endstand der Tabelle:

1. KSV Bochum 5720,74
2. STC Bavaria Landshut 5661,88
3. KSC Kassel 5628,24
4. Power Wiesbaden 5585,32
5. KSV Sulzb./Rosenberg 5346,80
6. SG Randersacker 5253,14
7. ASC Nürnberg/Süd 5095,30
8. SSV Erfurt 4845,23
9. CF Stuttgart 3227,20

Autor: Von unserer Mitarbeiterin Nadine Klikar

Quelle: Main Post 25.03.03

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